Breitbandkommunikation

Breitbandkommunikation
Breitbandkommunikation,
 
Abkürzung BBK, bezeichnet den Transfer oder Austausch von Informationen mit einer Bandbreite von mehreren Megahertz (MHz). Wegen der Menge der pro Zeit zu übertragenden Informationen benötigen zahlreiche moderne Formen der Telekommunikation einen großen Frequenzbereich (im Gegensatz zu herkömmlichen schmalbandigen Fernschreib-, Fernsprech- und Hörfunkübertragungen mit mehreren kHz Bandbreite); je höher die Bandbreite, desto mehr Informationseinheiten können pro Zeiteinheit übertragen werden. Dabei ist zwischen Breitbandverteilnetzen (z. B. Kabelnetz) und Breitbandvermittlungsnetzen (z. B. B-ISDN) zu unterscheiden. Während das Kabelnetz den breitbandigen Zugang bis zum Endkunden realisiert, ist das Hauptproblem bei den Breitbandvermittlungsnetzen der Zugang zum Teilnehmer (so genannte »last mile«). Hierfür wurde eine Reihe von technischen Lösungen entwickelt, z. B. die effektivere Nutzung der Übertragungskapazitäten der Kupferdoppelader durch DSL, die über eine kurze Entfernung die Nutzung der Telefonleitung für die Übertragung breitbandiger Dienste ermöglichen, oder die Überbrückung durch drahtlose Teilnehmeranschlussleitungen hoher Kapazität. Weitere Lösungen sind der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur (Lichtleiter) bis zum Kunden sowie die Übertragung von breitbandigen Signalen über Satellitensysteme oder per Stromleitung (Powerline-Kommunikation). - Anwendungsbeispiele für Breitbandkommunikation sind Fernsehen (einschließlich Video-on-Demand, Pay-per-View), Bildfernsprechen (Videokonferenz), schnelle Datenübertragung (z. B. Electronic Commerce, Telearbeit, Fernbeobachtung und Fernmessung) sowie seit Mitte der 90er-Jahre zunehmend interaktive Multimediadienste (z. B. Electronic Shopping) und der Zugang zum Internet mit hoher Datenübertragungsrate.

Universal-Lexikon. 2012.


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